Nach dem Brandunglück in der Silvesternacht im Schweizer Skiort Crans-Montana möchte der örtliche Bischof Trost und Hoffnung stiften. "Über das Drama hinaus, und Gott weiß, wie schrecklich es ist, über diese dunklen und schwarzen Wolken hinaus, über den Brand dieser Bar und das, was er für das Leben der Familien bedeutet, möchte ich sagen, dass ein Licht möglich ist", sagte der Sittener Bischof Jean-Marie Lovey am Freitag im Interview mit Vatican News. Gott könne in die Herzen der Betroffenen eintreten.
Er selbst sei bei dem Gedenkgottesdienst am Donnerstagabend in Montana gewesen: "Das Warten, das Bedürfnis nach Aufklärung, das Unverständnis sind spürbar. Es ist so schrecklich." Laut Behördenangaben waren bei dem Feuer während der Silvesterfeier in einer Kellerbar ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen, etwa 115 wurden verletzt. Unter den Opfern sind zahlreiche Touristen, vor allem junge Menschen, die in der Region ihren Urlaub verbrachten. Die Identifizierung gestaltet sich schwierig.
Weitere Gedenkfeier am Sonntag
Am kommenden Sonntag soll ein weiterer ökumenischer Trauergottesdienst in dem Skiort folgen. Bis dahin würden die Kirchen geöffnet bleiben, "damit Menschen, die ein Kondolenzbuch unterschreiben, eine Zeit des Gebets einlegen, Blumen oder eine Kerze aufstellen oder ein offenes Ohr finden möchten, dies tun können", sagte Lovey. Der spezifische Dienst des Christentums sei, Gemeinschaft zu schenken. Am Freitag hatte Papst Leo XIV. ein Beileidstelegramm gesandt. Darin bekundete er sein Mitgefühl und die Hoffnung auf Trost für alle Betroffenen.