12.08.2007

Nachrichtenarchiv 13.08.2007 00:00 Leiharbeiter fühlen sich als Menschen 2. Klasse

Leiharbeiter leiden häufig unter ihrer befristeten Beschäftigung und fühlen sich als Menschen zweiter Klasse. Das fand der Sozialforscher Kraemer von der Ruhr-Universität Bochum heraus. In den Unternehmen fühlten sich die Leiharbeiter oft nicht anerkannt. Deren soziale Stellung im Betrieb sei allein schon wegen der kurzen Einsatzzeiten in sehr vielen Fällen prekär, sagte Kraemer. Leiharbeitnehmer seien die Letzten, die eingestellt würden und die Ersten, die wieder gehen müssten. Zudem schaffe nur jeder vierte Leiharbeitnehmer den Sprung in ein festes Arbeitsverhältnis. - In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Zahl der Leiharbeitnehmer in NRW mehr als verdoppelt. Die Gewerkschaften gehen von mehr als 200 000 Leiharbeitern in NRW aus.