Erzbischof Koch ruft zur christlichen Hoffnung auf

Gegen Resignation und Untergangsstimmung

Der Krieg in der Ukraine nimmt kein Ende, die Krise im Nahen Osten eskaliert, das Klima kollabiert: Jede Hoffnung scheint vergeblich zu sein. Der Berliner Oberhirte Erzbischof Heiner Koch sieht das allerdings anders.

Erzbischof Heiner Koch hat dazu aufgerufen, mit christlicher Hoffnung gegen Resignation und Untergangsstimmung vorzugehen. Angesichts von Krisen und Kriegen sei die Hoffnung auf Gott aktuell die wichtigste Tugend der Christen, sagte Koch am Mittwoch.

In seiner Predigt bei der Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Fulda betonte er: "Als Christen glauben wir an den guten Gott, der unser Leben und unsere Geschichte und die Zukunft der Welt und die unseres Lebens in seinen guten Händen hält." Da die meisten Menschen daran nicht mehr glaubten, sei es eine besondere Aufgabe der Christen, die Hoffnung auf eine gute Zukunft nicht zu verlieren.

Die katholischen Bischöfe beraten bis Donnerstag in Fulda. Ein Schwerpunktthema ist die dramatische Lage in Israel, Libanon und in den Palästinensergebieten. Der Jerusalemer Patriarch, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, will an diesem Mittwoch über die Situation ein Jahr nach dem Hamas-Überfall berichten. 

Heiner Koch

Heiner Koch wurde am 13. Juni 1954 in Düsseldorf als Sohn eines Justizamtsrates geboren. Nach dem Studium der Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaften in Bonn und einer Promotion in Theologie empfing er am 13. Juni 1980 in Köln die Priesterweihe. 

Danach arbeitete er unter anderem als Hochschulpfarrer an der Universität Düsseldorf, bevor er ins Erzbischöfliche Generalvikariat Köln wechselte. Dort war er erst in der Erwachsenenseelsorge tätig und dann Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. 

Erzbischof Heiner Koch / © Christoph Busse (KNA)
Erzbischof Heiner Koch / © Christoph Busse ( KNA )
Quelle:
KNA