02.07.2007

Nachrichtenarchiv 03.07.2007 00:00 Menschenrechtler beklagen Folter in kurdischen Gefängnissen

Human Rights Watch (HRW) hat die Behandlung von Häftlingen in kurdischen Gefängnissen des Irak kritisiert. Gefangene würden regelmäßig gefoltert, heißt es in einem heute in New York veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation. Befragte hätten von Schlägen mit Eisenstangen, Einzelhaft und tagelanger Verwahrung mit Handschellen und verbundenen Augen berichtet. Zudem erhielten viele Gefangene kein faires Verfahren, könnten ihren Anwalt nicht sprechen und blieben auch nach Ende der Strafe weiter in Haft. HRW rief die kurdische Regionalregierung auf, die Misshandlungen von Häftlingen und Verletzungen von Rechtstaatlichkeit zu beenden. Der Bericht beruht auf Untersuchungen und Befragungen von mehr als 150 Gefangenen von April bis Oktober 2006.