11.04.2007

Nachrichtenarchiv 12.04.2007 00:00 Kirchenleute: "In Simbabwe herrscht ein Klima der Angst"

Nach dem brutalen Vorgehen der Regierung Mugabe gegen Oppositionelle in Simbabwe sprechen Kirchenleute vor Ort von einem "Klima der Angst". Jeder aufkeimende Protest werde mit Gewalt, Unterdrückung, "ja sogar Vergewaltigung und Mord" beantwortet, sagte der Jesuitenpater Oskar Wermter in der Hauptstadt Harare. Das Regime Mugabes trete Menschenrechte mit den Füßen, nur um an der Macht zu bleiben. Die soziale Not habe dramatische Ausmaße erreicht, sagte der aus Deutschland stammende Geistliche. 70 Prozent der Menschen seien arbeitslos, die Inflationsrate liege bei 1.700 Prozent jährlich. In dieser Situation könne ein Wandel zu einer gerechteren und demokratischen Gesellschaft nur langsam erfolgen. Mit einem raschen Massenaufstand sei nicht zu rechnen.