15.03.2007

Nachrichtenarchiv 16.03.2007 00:00 Käßmann: Deutschland ist hinsichtlich Palliativmedizin Entwicklungsland

Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann fordert, die Palliativmedizin auszuweiten und finanziell besser abzusichern. Deutschland sei auf diesem Feld "immer noch ein Entwicklungsland". 1.000 Palliativmediziner bundesweit seien zur Versorgung der Todkranken zu wenig. Das kritisierte Käßmann heute zur Eröffnung des 5. Bremer Kongresses für Palliativmedizin. Noch immer müssten zwei Drittel der knapp 210.000 Menschen, die jedes Jahr an Krebs sterben, schlimme Schmerzen ertragen. Der Entschluss des Bundes, die ambulante Palliativversorgung in die Regelfinanzierung durch die Krankenkassen aufzunehmen, sei ein wichtiger Schritt. Aber auch die stationäre Versorgung müsse gewährleistet werden, betonte Käßmann.