14.03.2007

Nachrichtenarchiv 15.03.2007 00:00 Gemaßregelter Theologe Sobrino will sich vorerst nicht äußern

Der in El Salvador lehrende Befreiungstheologe Jon Sobrino will sich vorerst nicht zur Verurteilung einiger seiner Aussagen durch den Vatikan äußern. Grund ist laut der Katholischen Nachrichtenagentur ein durch Indiskretion bekannt gewordener Brief Sobrinos an den Generaloberen des Jesuiten-Ordens vom Dezember. In diesem Brief, der in Spanien im Internet veröffentlicht wurde, wies Sobrino Vorwürfe des Vatikans zurück. Die Glaubenskongregation stelle seine Theologie falsch dar. Zudem wolle er sich nicht einer "seit 30 Jahren andauernde Diffamierungskampagne gegen die Befreiungstheologie" fügen. Dies wäre "wenig hilfreich für die Kirche der Armen", so Sobrino. - Der Jesuitenorden hat heute (15. März) erklärt, keine Sanktionen gegen sein Mitglied Sobrino zu verhängen. Der Orden sei mit seinen Aussagen komplett einverstanden. Auch die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster, die ihm vor neun Jahren einen Ehrendoktor verliehen hatte, stellte sich hinter Sobrino.