28.02.2007

Nachrichtenarchiv 01.03.2007 00:00 Archäologen zweifeln am Jesusgrab-Fund

Archäologen und Theologen äußern sich kritisch über die von US-Filmemachern präsentierte vermeintliche Entdeckung des Grabes Jesu in Jerusalem. Einer der führenden christlichen Archäologen Israels, Piccirillo, sprach der Enthüllung jede Wissenschaftlichkeit ab. Der Sekretär der Päpstlichen Kommission für Christliche Archäologie, Bisconti, bezeichnete sie als "Pseudo-Entdeckung" und "Ergebnis einer Fantasie-Archäologie". Die in den Inschriften verwendeten Namen wie "Jesus, Sohn des Josef" seien zu jener Zeit in Jerusalem häufig gewesen. Der Wiener Theologe Zulehner sagte, für die christliche Glaubensüberzeugung sei irdische Materie samt DNA-Untersuchungen nicht relevant. Am Montag hatten Archäologen und kanadische Filmemacher ihre Untersuchungsergebnisse einer antiken Grabeshöhle in Jerusalem vorgestellt. Ihnen zufolge handelt es sich um das Grab Jesu und seiner Familie. Der Film soll in Deutschland am Karfreitag  ausgestrahlt werden.