20.02.2007

Nachrichtenarchiv 21.02.2007 00:00 Schavan will klares Konzept bei Krippen-Betreuung

Im Unionsstreit um die Kleinkinderbetreuung hat Bildungsministerin Annette Schavan ihrer Kabinettskollegin Ursula von der Leyen (beide CDU) den Rücken gestärkt. Ein klares Konzept für die Drei- bis 10jährigen in der Verbindung von Vorschule und Grundschule müsse her, sagte sie beim sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen in Essen. Es wirke eher kurios, wenn Konservative die Frage stellten, ob Familien Krippen, Kindergärten und Schulen brauchten. Wer konservativ sei, müsse alles tun, "damit Familienleben gut möglich ist". Von der Leyen will die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 auf 750.000 verdreifachen. Beim sozialpolitischen  Aschermittwoch setzen die katholische und die evangelische Kirche im Ruhrgebiet einen Kontrapunkt zum traditionellen Politikspektakel der Parteien. Sie laden seit 1998 Vertreter aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden ein, um in einem liturgischen Rahmen für Solidarität und Gerechtigkeit in der Gesellschaft einzutreten