06.02.2007

Nachrichtenarchiv 07.02.2007 00:00 Prozess-Start im Fall Ermyas M.: Angeklagte streiten Tat ab

Unter großem Medienandrang hat vor dem Landgericht Potsdam der Prozess wegen des lebensgefährlichen Angriffs auf den Deutsch-Äthiopier Ermyas M. am Ostersonntag 2006 begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den 29 und 31 Jahre alten Angeklagten aus Brandenburg gefährliche Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung und Beleidigung vor. Vorgesehen sind 17 Verhandlungstage bis Ende April mit 62 Zeugen und sechs Sachverständigen. Direkte Tatzeugen konnte nicht ermittelt werden. Bei dem Prozess soll auch geklärt werden, ob der Angriff auf Ermyas M. rassistisch motiviert war. Die Äußerungen der Täter sind auf einer Mailbox dokumentiert. Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt. Beide Angeklagte haben am Morgen eine Tatbeteiligung bestritten. Sie seien am frühen Ostersonntag 2006 nicht am Tatort in Potsdam gewesen, ließen die beiden über ihre Anwälte erklären.