24.01.2007

Nachrichtenarchiv 25.01.2007 00:00 Österreich wegen Verstöße gegen Meinungsfreiheit verurteilt

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat Österreich in zwei Fällen wegen Verletzung des Rechts auf Meinungsfreiheit verurteilt. Die Richter gaben in Straßburg der "Vereinigung Bildender Künstler" Recht. Sie hatte gegen das von österreichischen Gerichten im Jahr 2000 verhängte Verbot geklagt, ein Bild des Malers Otto Mühl weiter ausstellen zu dürfen. Das Werk zeigt 33 bekannte Persönlichkeiten in sexuellen Posen. In einem weiteren Fall gaben die Richter einem Politiker Recht, der in Österreich wegen Diffamierung verurteilt worden war, nachdem er einem Kunstsachverständigung eigene Bereicherung vorgeworfen hatte.