20.01.2007

Nachrichtenarchiv 21.01.2007 00:00 Kardinal Lehmann: Gerechtigkeitslücken bei Hartz IV beseitigen

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, kritisiert Gerechtigkeitslücken in der Hartz-IV-Gesetzgebung. Insbesondere für Langzeitarbeitslose, gerade auch für geringqualifizierte, müsse mehr getan werden. Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe bezeichnete Lehmann als einen wohl vernünftigen Weg. In einem Focus-Gespräch mit Lehmann betonte Bundeskanzlerin Merkel, die Sozialsysteme müssten erst greifen, wenn der Einzelne überfordert sei. Merkel räumte zugleich ein "Ungerechtigkeitsgefühl" der Bevölkerung ein bei der Frage, wie sich in der staatlichen Hilfe nach Hartz IV "auch die Arbeitsleistung widerspiegelt, wenn man 30 oder 35 Jahre lang eingezahlt hat".