12.01.2007

Nachrichtenarchiv 13.01.2007 00:00 Lage der Kirche in Polen sehr schwierig

Der Erzbischof von Gnesen, Muszynski, erwartet eine stärkere Aufarbeitung der Geheimdienst-Kontakte katholischer Würdenträger in Polen. Durch den Rücktritt des belasteten Warschauer Erzbischofs Wielgus sei eine Wende eingetreten. Das sagte Muszynski in Berlin in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur. Muszynski gilt als einer der profiliertesten Vertreter des polnischen Episkopats. Er räumte ein, dass die Situation der Kirche in Polen nach dem spektakulären Amtsverzicht sehr schwierig sei. Wegen der Kontakte von Kirchenvertretern mit dem kommunistischen Geheimdienst SB habe sie als moralische Instanz Schaden genommen.