10.01.2007

Nachrichtenarchiv 11.01.2007 00:00 Nicaragua: Ortega kündigt verstärkten Kampf gegen Armut an

Nicaraguas neuer Präsident Daniel Ortega hat den "wilden Kapitalismus" kritisiert und einen neuen Weg im Kampf gegen die Armut angekündigt. Sein Land werde dem alternativen lateinamerikanischen Handelsbündnis ALBA beitreten, dem bisher Kuba, Venezuela und Bolivien angehörten. Das kündigte der früherer Revolutionsführer Ortega gestern vor rund 200.000 Anhängern bei seiner Amtseinführung in der Hauptstadt Managua an. Der 61-jährige Ortega kehrt nach seinem Wahlsieg im November nach 16 Jahren Opposition an die Macht zurück. Er hatte das mittelamerikanische Land bereits von 1979 bis 1990 regiert. Ehrengast bei der Amtseinführung war der venezolanische Präsident Hugo Chavez, der erst wenige Stunden zuvor seine dritte Amtszeit angetreten hatte. Die USA bekräftigten den Wunsch, auch unter Ortega mit Nicaragua zusammenzuarbeiten.