21.12.2006

Nachrichtenarchiv 22.12.2006 00:00 Soziologe Beck fordert allgemeines Bügereinkommen

In der Debatte über neue Aufstiegschancen in Deutschland wirft der Münchner Soziologe Ulrich Beck CDU und SPD ein sehr reduziertes Denken vor. Die Debatte sei unzulänglich, weil die großen Parteien an der Vollbeschäftigungs-Illusion festhielten, sagte Beck der "Frankfurter Rundschau". Es werde "nicht darüber nachgedacht, wie man in unserer Gesellschaft ein sinnvolles Leben führen kann, auch wenn man keinen Arbeitsplatz findet", kritisierte er. Beck forderte ein allgemeines "Bürgereinkommen" von etwa 800 Euro im Monat. Das Geld dafür sei durch Umschichtungen aus der Finanzierung von Arbeitslosigkeit sowie durch höhere Steuern für die Gutverdienenden und transnationalen Konzerne aufzubringen.