12.12.2006

Nachrichtenarchiv 13.12.2006 00:00 Mexikanischer Bischof verurteilt Migrations-Politik der USA

Der mexikanische Bischof Jose Raul Vera Lopez hat den Umgang der USA mit lateinamerikanischen Flüchtlingen scharf kritisiert. Wer heute zum zweiten Mal beim Versuch der illegalen Grenzüberquerung aufgegriffen werde, mache sich automatisch strafbar. Gleiches gelte für  Nordamerikaner, die den Betroffenen Hilfe leisteten. Die USA schnitten sich damit allerdings ins eigene Fleisch, weil dort dann Arbeitskräfte bei der Ernte, in Restaurants oder auf dem Bau fehlten. Die mexikanische Kirche hilft den Flüchtlingen in den Grenzgebieten zu den USA nach Aussage des Bischofs in 26 Migrantenherbergen. Neben Notversorgung würden sie auch über ihre Rechte aufgeklärt. Bischof Lopez ist derzeit in Deutschland unterwegs, um Mexiko als Beispielland der Adveniat-Weihnachtsaktion "unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens“ vorzustellen. Bischof Lopez engagiert sich seit 1999 für Migranten in der nordmexikanischen Stadt Saltillo, einer Stadt an der berüchtigten Flüchtlingsroute in die USA. Nach seinen Worten flohen in den letzten Jahren jährlich rund 500.000 Menschen aus Mexiko, weitere 250.000 versuchten dies aus Zentralamerika. In der Hoffnung auf ein besseres Leben in Nordamerika ließen sie Familien und ihre Heimat zurück.