10.12.2006

Nachrichtenarchiv 11.12.2006 00:00 Kubanischer Journalist mit Menschenrechts-Preis ausgezeichnet

Der kubanische Journalist Guillermo Farinas Hernández ist gestern in Abwesenheit mit dem diesjährigen Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnet worden. Mit dem Preis solle Farinas` Engagement für die Menschenrechte im kommunistisch regierten Kuba gewürdig werden, hieß es. Die kubanischen Behörden hatten dem gehbehinderten Preisträger die Ausreise verweigert. Das Bild eines Rollstuhlfahrers schädige das Bild der "Revolution" im Ausland, habe Kuba das Ausreiseverbot begründet. Farinas leitet die unabhängige Presseagentur "Cubanacan Press": Er setzte sich für einen freien Zugang aller Kubaner zu Informationen und zum Internet ein. Seit 1995 wurde er wegen seines Eintretens für die Meinungsfreiheit wiederholt inhaftiert. Der mit 2.500 Euro dotierte Weimarer Preis wird seit 1995 alljährlich am internationalen Tag der Menschenrechte verliehen.