28.11.2006

Nachrichtenarchiv 29.11.2006 00:00 DGB fordert Mindestlohn für Praktikanten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat gesetzliche Regelungen für Praktika gefordert. Praktika müssten eindeutig von Arbeitsverhältnissen abgegrenzt werden, damit sie keine regulären Stellen ersetzten. Das erklärte der DGB heute in Berlin. Er sprach sich dafür aus, Praktika gesetzlich auf drei Monate zu begrenzen und mit mindestens 300 Euro pro Monat zu vergüten. Volontariate und ähnliche Berufseinstiegsprogramme müssten mit mindestens 7,50 Euro pro Stunde bezahlt werden. Die DGB-Jugend hat eine entsprechende Petition beim Bundestag eingereicht. In den letzten Jahren hätten "prekäre Beschäftigungsverhältnisse" von jungen Menschen zugenommen. Um der Arbeitslosigkeit zu entgehen, sähen sich immer mehr junge Menschen genötigt, un- oder unterbezahlte Praktika zu absolvieren.