11.11.2006

Nachrichtenarchiv 12.11.2006 00:00 Nicaragua: Kirche ermahnt Ortega und sagt Unterstützung zu

Die Kirche in Nicaragua hat dem designierten Präsidenten Daniel Ortega von der Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN) ihre Unterstützung zugesagt. Managuas Erzbischof Brenes äußerte die Hoffnung, dass durch das Ergebnis der Wahl ein Land in Harmonie und Freundschaft gebaut werde. Der Erzbischof zeigte sich erleichtert, dass die Wahl ohne große Zwischenfälle verlief. Die Kirche hatte sich noch vor der Wahl besorgt über einen möglichen Wahlbetrug geäußert. - Der nicaraguanische Kardinal Obando y Bravo hat unterdessen den künftigen Präsidenten Daniel Ortega eindringlich ermahnt. Die Demokratie müsse sich im Lebensschutz und im Schutz der Rechte aller Bürger widerspiegeln. Das sagte der emeritierte Erzbischof bei einer Messe in der Kathedrale von Managua in Anwesenheit Ortegas. Mit Nachdruck kritisierte Obando y Bravo die soziale Ungerechtigkeit in Nicaragua. Neben Terrorismus, Unterdrückung und Morden bedeute auch die extreme Armut und eine Verletzung der Menschenrechte. Der Kardinal äußerte die Hoffnung, der neue Präsident möge sich für Frieden und Versöhnung in Nicaragua einsetzen.