06.11.2006

Nachrichtenarchiv 07.11.2006 00:00 Italien und Frankreich wollen Saddams Hinrichtung verhindern

Italien und Frankreich warnen vor der Vollstreckung des Todesurteils gegen Iraks Ex-Präsidenten Saddam Hussein. Sie appellierten gemeinsam an die irakische Regierung, die Hinrichtung auszusetzen. Eine Exekution des ehemaligen Machthabers sei ethisch falsch und könnte einen Bürgerkrieg provozieren, so die Außenminister beider Länder. Italien, Frankreich und die Europäische Union (EU) seien generell gegen die Todesstrafe und wünschten sich ein weltweites Verbot. Italien und Frankreich warnen vor der Vollstreckung des Todesurteils gegen Iraks Ex-Präsidenten Saddam Hussein. Sie appellierten gemeinsam an die irakische Regierung, die Hinrichtung auszusetzen. Eine Exekution des ehemaligen Machthabers sei ethisch falsch und könnte einen Bürgerkrieg provozieren, so die Außenminister beider Länder. Frankreich und die Europäische Union (EU) seien generell gegen die Todesstrafe und wünschten sich ein weltweites Verbot. "Deshalb sollte Saddam Hussein auch aus rein ethischen Gründen nicht die Todesstrafe erleiden", sagte der französische Minister Philippe Douste-Blazy. Hauptgrund sei jedoch die Lage im Irak, der jetzt schon kurz vor einem Bürgerkrieg stehe. - Saddam war Sonntag von einem irakischen Sondertribunal in Bagdad wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tod durch den Strang verurteilt worden.