Der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Andreas Holzem, betonte, für Hunold habe der Austausch zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen im Mittelpunkt der Arbeit gestanden.
Der Moraltheologe habe sich auch sehr stark für den Zusammenhalt der Tübinger Fakultät engagiert.
Lehraufträge in Köln und Münster
Der gebürtige Osnabrücker studierte Philosophie, Theologie, Sozialwissenschaften und Psychologie. Lehraufträge hatte er in Bonn, Münster, Paderborn, Köln und Aachen, bevor er 1981 nach Tübingen ging. Hunold, der 2003 emeritiert wurde, gab Werke zur theologischen Ethik und zur Medienethik heraus.
Vor einem Vierteljahr hatte der damals schon körperlich stark angeschlagene Wissenschaftler eine Stiftung für Studierende mit geringem Einkommen gegründet. Das Stiftungskapital des Franziskaners von einer halben Million Euro stammt aus dessen elterlichem Erbe.
Mit dem Geld will die Gerfried-Werner-Hunold-Stiftung Stipendien an junge Frauen und Männer auch aus dem Ausland vergeben und interkulturelles Lernen fördern. Auch die Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie soll Mittel erhalten.