29.10.2006

Nachrichtenarchiv 30.10.2006 00:00 Hilfsorganisationen: Hunger wird mit falschen Methoden bekämpft

Angesichts der schlechten Bilanz der FAO erheben deutsche Entwicklungshilfeorganisationen schwere Vorwürfe. Die 1996 beschlossenen Maßnahmen seien nicht wirksam. Zu stark sei auf Marktliberalisierung und neue Technologien wie die grüne Gentechnik gesetzt worden. Vorrangig wäre hingegen, Nahrungsmittel gerechter zu verteilen und den Zugang der Hungernden zu Land, Saatgut und Wasser zu verbessern. Das erklärten Brot für die Welt, Germanwatch, Misereor und andere Hilfsorganisationen. Besonders zu kritisieren sei, dass das deutsche Forschungsministerium trotz massiver Kritik jährlich rund 200 Millionen Euro in die Gentechnikforschung investiere. Das sei mehr als doppelt so viel wie für Landwirtschaft und Ernährungssicherung in den Entwicklungsländern ausgegeben werde. Die Kleinbauern könnten sich gentechnisch verändertes Saatgut nicht leisten. Dadurch drohe weitere Verschuldung.