18.10.2006

Nachrichtenarchiv 19.10.2006 00:00 Parteien wenden sich gegen Begriff "Unterschicht"

Die Abgeordneten diskutierten heute über Armut in Deutschland. Anlass war eine Studie, wonach in Deutschland rund acht Prozent der Bürger der so genannten Unterschicht angehören und damit in Armut leben. Das Wort "Unterschicht" lenke vom Problem ab, diene als Kampfbegriff und grenze Betroffene aus, so die Meinung quer durch alle Fraktionen. Damit war aber auch Schluss mit den Gemeinsamkeiten. Welche Ursachen die neue Armut hat, da gehen die Meinungen auseinander. Die SPD wies Attacken der Linkspartei und der CSU zurück, dass Hartz IV oder die Vorgängerregierung schuld seien. Auch was zu tun ist, blieb offen. Die SPD will bessere Kinderbetreuung und Ausbildung, sowie einen Mindestlohn. Den fordern auch die Linken. Die Grünen wollen Arbeitslose stärker födern, die FDP will eine wachstumsorientierte Politik.