13.10.2006

Nachrichtenarchiv 14.10.2006 00:00 Friedensnobelpreis für Mohammed Yunus aus Bangladesch

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den Wirtschaftsfachmann Mohammed Yunus und die von ihm gegründete Grameen Bank in Bangladesch. Das teilte das Nobelkomitee in Oslo mit. Das Projekt des Nobelpreisträgers begann vor 30 Jahren. Daraus wurde 1983 eine Bank, die im Besitz armer Frauen ist und ausschließlich für diese arbeitet. Die Kreditnehmer der Grameen-Bank besitzen rund 93 Prozent der Anteile. Zur Zeit gibt es nahezu 1.200 Zweigstellen. Mit dem Nobelpreis sollen die Bemühungen um "die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von unten" gewürdigt werden, so die Begründung. Mit Mikrokrediten und anderen Mitteln sei Millionen Menschen in Bangladesch und anderen Ländern aus der Armut geholfen worden. - Für den diesjährigen Friedensnobelpreis waren 191 Nominierungen eingegangen.