21.09.2006

Nachrichtenarchiv 22.09.2006 00:00 ZdK: Ärztliche Hilfe beim Suizid muss verboten bleiben

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert den Deutschen Juristentag. Es geht um dessen Votum, das strikte Verbot ärztlicher Hilfe beim Suizid aufzuheben. Eine solche Änderung des Standesrechts würde gegen das auf Heilung ausgerichtete Ethos des Arztberufes verstoßen. Das erklärte das Laienkomitee in Bonn. Zwar sei eine zivilrechtliche Präzisierung des Verbindlichkeitsgrads sinnvoll. Sie müsse aber in der Logik des bestehenden Betreuungsrechts eingebettet sein, so das ZdK weiter. Demnach habe eine schriftlich geäußerte frühere Willensäußerung einen hohen Wert, über die sich ein Betreuer nur mit gewichtigen Gründen hinwegsetzen dürfe.