16.09.2006

Nachrichtenarchiv 17.09.2006 00:00 Merkel: Kritiker verkennen die Intention des Papstes

Bundeskanzlerin Merkel verteidigte die Aussagen des Papstes. "Wer den Papst kritisiert, verkennt die Intention seiner Rede", sagte Merkel der BILD-Zeitung. Der Vortrag sei eine Einladung zum Dialog der Religionen. Der Papst habe sich ausdrücklich für diesen Dialog eingesetzt. Was Benedikt XVI. deutlich mache, so Merkel, sei eine "entschiedene und kompromisslose Absage an jegliche Anwendung von Gewalt im Namen der Religion". - Auch die CSU hat Kritik aus der islamischen Welt an den jüngsten Papstäußerungen als ungerechtfertigt zurückgewiesen. Der Vatikan habe ausdrücklich die respektvolle Haltung des Papstes gegenüber dem islamischen Glauben betont. Das sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Koschyk in Berlin. In seiner Rede am Dienstag in der Universität Regensburg habe der Papst ausschließlich den theologisch-intellektuellen Austausch behandelt. Der Islam dürfe sich einem kritisch-konstruktiven Dialog nicht verschließen.