10.09.2006

Nachrichtenarchiv 11.09.2006 00:00 Eine Viertelmillion Menschen feierte Gottesdienst mit dem Papst

Ein Gottesdienst mit 250.000 Menschen hat am Sonntag im Mittelpunkt des zweiten Besuchstages von Papst Benedikt XVI. in seiner bayerischen Heimat gestanden. Dabei übte der Papst Kritik an einer mitunter ausschließlich sozial orientierten Entwicklungshilfe kirchlicher Hilfswerke. Er würdigte zugleich das weltweite Engagement der deutsche Katholiken. Am Samstagnachmittag war der Papst gelandet. Begeistert begrüßten ihn in München bei strahlendem Sonnenschein mehr als 70.000 Menschen. Auf dem Marienplatz sang ein sichtlich bewegter Benedikt XVI. zum Abschluss der Begrüßungszeremonie die Bayern-Hymne mit. Bundespräsident Horst Köhler, der mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) das Kirchenoberhaupt empfing, sagte, ihn bewege, dass sich der Papst als "oberster Hirte der universalen Kirche" mit der Reise zu seinen früheren Wirkungsstätten so sehr zu seiner Heimat bekenne. Am Sonntagnachmittag fand ein Vesper-Gottesdienst mit Familien und Katecheten im Münchener Dom statt. Dabei rief der Papst Eltern, Lehrer und Seelsorger auf, Kinder auf dem Weg des Glaubens intensiv zu begleiten.