30.08.2006

Nachrichtenarchiv 31.08.2006 00:00 Köhler verteidigt Ausstellung "Erzwungene Wege" gegen Kritik Polens

Bundespräsident Horst Köhler hat die Kritik Polens an der Berliner Vertriebenen-Ausstellung "Erzwungene Wege" zurückgewiesen. Die Schau gebe kein Signal zum Umschreiben der Geschichte, sagte Köhler in einem Zeitungsinterview. Deutsche und Polen müssten weniger übereinander und mehr miteinander sprechen. Er habe allerdings den Eindruck, dass die Beziehungen zwischen beiden Völkern besser seien als die aktuelle politische Stimmung. - In Polen haben die Regierung und andere Kritiker erklärt, die Berliner Ausstellung stelle die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg zu Unrecht in eine Reihe mit dem Holocaust und anderen Zwangsumsiedlungen in Europa.