17.08.2006

Nachrichtenarchiv 18.08.2006 00:00 Diskussionen um Vertreibungs - Ausstellung

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, hat die scharfe Kritik von polnischer Seite an der Berliner Ausstellung des "Zentrums gegen Vertreibungen" zurückgewiesen. Nooke sprach in der Tageszeitung "Die Welt" von einer 'alarmierenden Stimmungsmache' gegen die Ausstellung mit dem Titel "Erzwungene Wege". In Polen werde gegen die Ausstellung gehetzt und massiver Druck auf öffentliche wie private Leihgeber ausgeübt. Die Ablehnung in Polen, die vor allem von der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit PiS ausgeht, wird damit begründet, die Schau stelle die nationalsozialistischen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg nicht angemessen als Grund für die Vertreibung der Deutschen dar. Mehrere polnische Leihgeber zogen bereits ihre Exponate zurück.