06.08.2006

Nachrichtenarchiv 07.08.2006 00:00 Papst: "Krieg bringt nichts Gutes, nicht einmal dem Sieger"

Papst Benedikt XVI. hat die Gewalt im Nahen Osten verurteilt und zum friedlichen Zusammenleben aufgerufen. Krieg sei stets die schlechteste Lösung für alle. Er bringe niemandem etwas Gutes, auch nicht dem scheinbaren Sieger. Das sagte der Pontifex in Castelgandolfo bei seinem ersten gemeinsamen Interview für die ARD, das ZDF, die Deutschen Welle und Radio Vatikan. Er rief die Politiker auf, nach Wegen zu suchen, damit die Menschen möglichst schnell und dauerhaft friedlich zusammenleben könnten. Der Vatikan sei keine politische Macht, aber er wolle die Christen und alle anderen Menschen mobilisieren, die sich von seinen Äußerungen ansprechen lassen. ZDF-Intendant  Schächter nannte den Papst nach dem Interview "einen großen Kommunikator". Der Vatikan öffne sich.