11.06.2006

Nachrichtenarchiv 12.06.2006 00:00 Bosbach: Einreiseverbot für Ahmadinedschad nicht möglich

Ein Einreiseverbot für den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zur Fußball-Weltmeisterschaft ist nach Einschätzung des stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Bosbach kaum möglich. Unter anderem gebe es Verträge mit dem Weltfußballverband Fifa, die es erschwerten, eine Einreise von Ahmadinedschad zu verhindern. Allerdings müsse man dem Präsidenten klar machen, dass er hier nicht willkommen sei. Der iranische Präsident hat wiederholt mit anti-israelischen Äußerungen weltweit Empörung ausgelöst. Unter anderem leugnete er den Holocaust und forderte, Israel von der Landkarte zu tilgen. Zum ersten Spiel der iranischen Mannschaft am Sonntag war dessen Stellvertreter Mohammed Aliabadi angereist. Die Bundesregierung hatte erklärt, Aliabadi werde nicht als Staatsgast behandelt und es werde keine offiziellen Kontakte geben.