14.05.2006

Nachrichtenarchiv 15.05.2006 00:00 GfbV: In Darfur herrscht "fortgesetzter Völkermord"

In vielen Regionen der Erde hat sich die Lage der Menschenrechte verschlechtert. Zu dieser Erkenntnis kommt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Die Menschenrechtsorganisation kritisierte auf ihrer Jahresversammlung vor allem den "fortgesetzten Völkermord" in Darfur im Westsudan. Dort seien in den vergangenen drei Jahren 400.000 Menschen getötet worden oder verhungert. Weitere rund 2,5 Millionen Menschen seien aus Darfur vertrieben worden, ohne dass die internationale Staatengemeinschaft wirksam eingeschritten sei. Weiter rügte die Organisation die Menschenrechtssituation in Tschetschenien und die Lage vor allem christlicher Minderheiten im Irak.