08.05.2006

Nachrichtenarchiv 09.05.2006 00:00 Sudan: Khartum soll mit Öl-Einnahmen Darfur unterstützen

Die sudanesische Regierung soll nach Auffassung von Menschenrechtlern Teile seiner Öl-Einnahmen für Hungernde in der Krisenregion Darfur bereitstellen. "Es ist skandalös, dass die internationale Staatengemeinschaft Millionen Euro für die humanitäre Versorgung der Notleidenden in Darfur aufwenden muss, während die sudanesische Staatskasse sich weiter füllt", erklärte Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker heute in Göttingen. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hatte kürzlich mitgeteilt, für die Hungerhilfe in Darfur würden in diesem Jahr noch mehr als 740 Millionen US-Dollar benötigt. Khartum müsse endlich in die Pflicht genommen werden, sagte Delius. Am Freitag hatten Regierung und eine von drei Rebellengruppen in Darfur ein Friedensabkommen unterzeichnet.