14.04.2006

Nachrichtenarchiv 15.04.2006 00:00 Bischöfe rufen am Karfreitag auf zu Gewaltfreiheit und zur Versöhnung

Die deutschen Bischöfe haben am Karfreitag zu Gewaltverzicht und Versöhnung aufgerufen. Der EKD-Vorsitzende, Bischof Huber, appellierte an den Versöhnungswillen der Menschen. Christen kapitulierten nicht, wo ideologischer Starrsinn das Denken einenge oder Gewalt zur Alltäglichkeit werde. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, mahnte an, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Der bayerische Landesbischof Friedrich warnte in seiner Karfreitagspredigt davor, Menschen zu Sündenböcken abzustempeln. Sühneopfer seien durch den Tod Jesu unnötig geworden. Der Trierer Bischof Marx rief zur Solidarität mit Christen im Nahen Osten auf. Christen in den Palästinensergebieten dürften nicht die Hauptleidtragenden von politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen ein. Marx erinnerte zudem daran, dass im Irak Tausende Christen auf der Flucht seien.