27.03.2006

Nachrichtenarchiv 28.03.2006 00:00 China warnt Kardinal Zen und Vatikan

Die chinesische Regierung hat den neuen Hongkonger Kardinal Joseph Zen und den Vatikan vor politischer Einmischung gewarnt: "Kirchenführer sollten sich nicht mit der Politik einlassen." sagte ein Sprecher der staatlichen Verwaltung für Religionsangelegenheiten. Der China-Kritiker Zen hat sich in Hongkong als Verfechter von Bürgerrechten einen Namen gemacht. Er sieht sich künftig als "chinesische Stimme am Heiligen Stuhl". Papst Benedikt XVI. hatte ihn mit 14 anderen neuen Kardinälen am Freitag in einer feierlichen Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom mit dem Wunsch ernannt, "der Kirche auf allen Ebenen neues Leben zu verleihen". Trotz seiner offenen Kritik an Chinas Regierung tritt Kardinal Zen für eine Annäherung beider Seiten ein.