19.03.2006

Nachrichtenarchiv 20.03.2006 00:00 Hat die WHO die Zahl der Tschernobyl-Opfer verharmlost?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO soll die Folgen von Tschernobyl verharmlost haben. Diesen Vorwurf erhebt das in Lyon ansässige Institut für Krebsforschung (IARC). Nicht  4000 Menschen -wie die offiziellen Zahlen lauten-, sondern über 9000 könnten durch die Strahlenbelastung von Tschernobyl sterben, so das Lyoner Institut. Die offiziellen Zahlen würden nur die unmittelbar Betroffenen aus Mitarbeitern und Anwohnern des Atommeilers berücksichtigen. Im weiteren Einzugsbereich von Tschernobyl seien es aber bis zu 9000 nachweisbaren Opfern. Die Dunkelziffer läge aber mit 20.000 Toten weitaus höher, so die Lyoner Forscher.