02.03.2006

Nachrichtenarchiv 03.03.2006 00:00 Die BND-Affäre wird zunehmend rätselhafter

Vize-Regierungssprecher Steg bestätigte in Berlin, dass die USA um Auskunft gebeten hat. Hintergrund sind Berichte der New York Times, wonach BND-Leute dem Pentagon irakische Aufmarschpläne zugespielt haben sollen. Diese Berichte hatte Berlin zunächst dementiert, die US-Zeitung hingegen hatte darauf bestanden und Detailinformationen nachgelegt. "Ein solcher Plan war weder dem BND und damit auch nicht der Bundesregierung bekannt", sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag in Berlin. Daraus folge: «Etwas, was einem nicht bekannt ist, kann man auch nicht weitergeben.» Deutsche Behörden seien aber derzeit im Dialog mit US-Stellen, um herauszufinden, was die «vermeintlich geheime Militärstudie» zum Inhalt habe. Am Montag wird das Bundestagsgremium für die Kontrolle der Geheimdienste (PKG) informiert. Steg betonte, er habe den Eindruck, dass die Amerikaner der Angelegenheit selbst nachgingen, recherchierten und zur Aufklärung beitragen wollten. "Wir haben keine Garantie, ob wir eine solche Studie bekommen. Wir wissen ja noch nicht mal, ob sie existiert."