23.02.2006

Nachrichtenarchiv 24.02.2006 00:00 Indisches Gericht verurteilt Hindus wegen Anschlag auf Muslime

In der indischen Hafenstadt Bombay sind heute neun Hindus wegen eines Brandanschlags auf Muslime zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht befand die Angeklagten für schuldig, an Massakern im Jahr 2002 beteiligt gewesen zu sein. Sie steckten laut Urteil eine Bäckerei in Brand, wodurch 14 Menschen starben. Acht weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Der Prozeß gilt als Testfall für die Unparteilichkeit der indischen Justiz. Rund 80 Prozent der Bevölkerung in Indien sind Hindus. Etwa zwölf Prozent bekennen sich zum Islam. 2,2 Prozent sind Christen.