08.02.2006

Nachrichtenarchiv 09.02.2006 00:00 Rente ab 67 im Bundestag umstritten

Die Opposition kritisiert scharf, daß das gesetzliche Renteneintrittsalters auf 67 Jahre angehoben werden soll. Um dieses Thema ging es heute Mittag im Bundestag. Die Links-Fraktion hatte eine aktuelle Stunde beantragt. Links-Fraktionschef Lafontaine sagte, längere Lebensarbeitszeiten seien "schlicht schwachsinnig". Da immer mehr ältere Arbeitnehmer arbeitslos würden, bedeute es, die Rente zu kürzen, wenn das Rentenalter angehoben werde. Auch FDP und Grüne verwiesen darauf, daß die Beschäftigungssituation für ältere Arbeitnehmer verbessert werden müsse. Sozialminister Müntefering verteidigte die Entscheidung. Man wolle die Rentenversicherung stabilisieren, deshalb werde das Rentenalter angehoben. - Ebenso betonte die Union, dass es gerade für Ältere mehr Arbeit geben müsse. - Geplant ist, von 2012 bis 2029 das Renten-Eintrittsalter schrittweise zu erhöhen.