05.02.2006

Nachrichtenarchiv 06.02.2006 00:00 Vatikan und Annan verurteilen Verletzung religiöser Gefühle

Der Vatikan hat im Streit um die Mohammed-Karikaturen jede Verletzung religiöser Gefühle von Gläubigen verurteilt. Er wandte er sich zugleich gegen gewaltsame Aktionen und Proteste als Antwort auf solche Vorgänge. Auch der lateinische Patriarch von Jerusalem, Sabbah, kritisierte die Publikation der Karikaturen in europäischen Zeitungen und bezeichnete sie als schwere Aggression gegen Gläubige. Gleichzeitig rief er zum Dialog zwischen dem Islam und einem vielfach atheistisch gewordenen Westen auf. - Auch UN-Generalsekretär Annan hat angesichts der gewaltsamen Proteste in der islamischen Welt gegen Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen erneut ein Ende der Gewalt gefordert. In einer Erklärung heißt es, Annan teile zwar die Gefühle vieler Muslime, die ihre Religion beleidigt sähen. Dieser Groll könne aber keine Gewalt rechtfertigen. - Am Wochenende hatten wütende Menschenmengen in Syrien und im Libanon dänische Vertretungen gestürmt und Feuer gelegt.