24.01.2006

Nachrichtenarchiv 25.01.2006 00:00 Butterwegge: Hartz IV führt zu Armut bis in die Mittelschicht

Der Kölner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge hat die Auswirkungen der Hartz-Reformen auf die Gesellschaft als «katastrophal» bewertet. Die Armut habe sich vergrößert und bis in die Mittelschicht hinein ausgebreitet. Während vor der Reform 960.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren von Armut betroffen waren, sei die Zahl inzwischen auf rund 1,5 Millionen angestiegen. Darüber hinaus gebe es schätzungsweise noch eine Dunkelziffer von 200.000 Menschen. Die Entwicklung gehe vom «Wohlfahrtsstaat zu einem nationalen Wettbewerbsstaat», kritsierte Butterwegge auf einer Fachtagung der Caritas in Mülheim/Ruhr.