24.01.2006

Nachrichtenarchiv 25.01.2006 00:00 Erste Reaktionen auf die Enzyklika durchgängig positiv

Der Deutsche Caritasverband wertet die neue Enzyklika als Zeichen der Wertschätzung von sozialem Engagement. Der Text sei eine wichtige Inspiration für alle in Kirche und Caritas, die täglich mit Respekt vor der Würde des anderen ihren Dienst täten, erklärte der Präsident des katholischen Hilfswerks, Peter Neher, in Berlin.---- Der katholische Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng (77) begrüßte die erste Enzyklika des Papstes grundsätzlich als «gutes Signal. Das meiste, was in diesem respektablen, solide und differenziert gearbeiteten Dokument über die Liebe gesagt wird, müsste für Christen selbstverständlich sein», erklärte Küng in Tübingen. Er forderte zugleich Konsequenzen aus dem Text für eine liberalere und gegenüber Randgruppen offeneren Kirche. ---- Die katholische Reformbewegung «Wir sind Kirche» hat positiv auf die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. reagiert. Dass der Papst darin den untrennbaren Zusammenhang von Gottesliebe und Nächstenliebe betone, sei ein hoffnungsvolles Zeichen, erklärte die Initiative in München. ----  Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. als einen bewegenden Aufruf zur Mitmenschlichkeit begrüßt. Bei dem Rundschreiben handele es sich um ein kraftvolles Plädoyer für Gerechtigkeit als oberstes Ziel politischen Handelns, erklärte ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer in Bonn. Das Eintreten für eine gerechte Gesellschaft sei das «Werk der Politik». Unmittelbare Aufgabe der christlichen Laien sei es, am öffentlichen Leben teilzunehmen und sich für eine gerechte Gesellschaftsordnung einzusetzen, fügte Meyer hinzu.