17.01.2006

Nachrichtenarchiv 18.01.2006 00:00 2,8 Mio Menschen unter der Armutsgrenze ohne staatliche Hilfe

Etwa 2,8 Millionen Menschen in Deutschland, die unter der Armutsgrenze leben, nehmen ihre Ansprüche auf finanzielle Unterstützung nicht wahr. Das geht aus einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Demnach ist die verdeckte Armut fast genauso hoch wie die statistisch erfaßte Zahl von Empfängern staatlicher Hilfen. Als Ursache für den Verzicht auf staatliche Hilfe sieht die Studie vor allem Unwissenheit und Furcht vor Stigmatisierung. So hätten über 80 Prozent Angst vor Ausgrenzung, ein Viertel empfand die Beantragung der Sozialhilfe als "Schande".