30.12.2005

Nachrichtenarchiv 31.12.2005 00:00 Chrobogs weiter in Hand von Geiselnehmern

Nervenkrieg im Jemen: Die Freilassung der Diplomatenfamilie Chrobog ist am Abend offenbar in letzter Minute gescheitert. Medienberichten zufolge sind die Kidnapper bei den Verhandlungen mit Vermittlern nicht zu einer Einigung gekommen. Außenminister Steinmeier selbst hatte eine Freilas-sung vor Jahresende vorausgesagt. Aber lange Zeit war nichts sicher: Offen-bar gab es Stimmen auf jemenitischer Seite, die für ein militärisches Eingreif-en waren, was die Deutschen vehement ablehnten. Die Lage schien bedroh-lich. Am Abend erklärte dann ein jemenitischer Regierungsvertreter, man erwarte ein Ende der Geiselnahme in wenigen Minuten. Regierung und Stammesführer hätten sich auf einen Geiselaustausch geeinigt. Später hieß es, die Familie Chrobog sei zu dem Ort unterwegs, an dem die Geiselnehmer sie freilassen wollen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts hatte frühzeitig gemahnt, es sei wenig hilfreich, darüber zu spekulieren, wann die Geiseln freigelassen werden. Er sollte Recht behalten.