24.12.2005

Nachrichtenarchiv 25.12.2005 00:00 Papst fordert Neubesinnung der Menschen auf spirituelle Werte

Papst Benedikt XVI. hat zum Kampf gegen Terrorismus, Armut, Wettrüsten, Epidemien großen Ausmaßes und Umweltverschmutzung aufgerufen. In seiner ersten Weihnachtsbotschaft forderte das Kirchenoberhaupt am Mittag eine Neubesinnung der Menschheit auf ihre spirituellen Werte. Notwendig sei darüber hinaus eine Weltordnung, die auf gerechte ethische und wirtschaftliche Beziehungen gegründet ist. Ausdrücklich beklagte der Pontifex Bruderkriege und politische Krisen in Afrika und verwies dabei auf die tragische humanitäre Situation in Darfur und anderen Regionen Zentralafrikas. Weiter forderte er ernsthafte Friedensbemühungen im Nahen Osten und im Heiligen Land. Nach seiner Ansprache sprach der Papst den traditionellen Segen "Urbi & Orbi". ------ Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofs-Konferenz, Kardinal Lehmann, hat in seiner Weihnachts-Predigt an die Armut in der Welt erinnert. Lehmann sagte bei einem Pontifikalamt im Mainzer Dom, die Christen sollten an diesen Festtagen an die Menschen und vor allem an die Kinder denken, die unter Hunger und Gewalt zu leiden hätten. Er kritisierte Menschenverachtung und Rücksichtslosigkeit als Angriff auf die Würde des Einzelnen. ------ Kölns Kardinal Joachim Meisner rief zur Achtung der Menschenwürde insbesondere im Bereich der Medizin auf. Dort werde vom Menschen oft wie von einem Tier gesprochen, so dass man mit menschlichen Embryonen meine, machen zu können, was man wolle.---- Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Huber, mahnte bei seiner Weihnachts- Predigt mehr Solidarität mit Notleidenden an.