19.12.2005

Nachrichtenarchiv 20.12.2005 00:00 Kriminalbeamte fordern Regeln für Foltergeständnisse

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat die Politik aufgefordert, klare Regeln für den Umgang mit möglicherweise durch Folter erzwungenen Aussagen zu schaffen. Der BDK-Vorsitzende Jansen sagte, dabei müssten auch moralische Positionen überprüft werden. Denn die Welt habe sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verändert. Außerdem müsse die Politik die Geheimdienste besser kontrollieren. Bundesinnenminister Schäuble hatte vor einigen Tagen dafür plädiert, Informationen, die möglicherweise unter Folter erlangt wurden, zu verwenden, wenn diese zur Terrorabwehr nötig seien.