09.11.2005

Nachrichtenarchiv 10.11.2005 00:00 Synode der Evangelischen Kirche geht zu Ende

In Berlin geht heute nach fünf Tagen die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland zu Ende. Neben politischen Fragen und der Zukunft der Kirchenfinanzierung haben sich die Delegierten in diesem Jahr mit dem Hauptthema religiöse Toleranz beschäftigt. "Wir streben ein versöhntes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen, Weltanschauungen und Religionen an." Das ist eine von zehn Thesen, die die Evangelische Kirche zum Leitbild von 26 Millionen evangelischen Christen in Deutschland entwickeln will. Dabei bringen die 120 Delegierten angesichts brennender Autos und Häuser in Frankreich deutlich zum Ausdruck, dass Toleranz Grenzen hat. Heute wurde auch der Haushalt in Höhe von 176 Millionen Euro verabschiedet. Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, fordert von der neuen Bundesregierung die Beibehaltung des alten Steuersystems. Eine großflächige Änderung würde eine zunehmende Verunsicherung der Kirchen bedeuten und die Existenz vieler sozialer Aufgaben gefährden, so Huber.