03.11.2005

Nachrichtenarchiv 04.11.2005 00:00 Experten: EU tut zu wenig für Sprachen von Minderheiten

Experten fürchten um das Überleben von Minderheitensprachen in der Europäischen Union. Die ab 2007 geltenden Richtlinien zur Vergabe von Fördermitteln in der EU stellten nahezu unüberwindbare Hürden dar. Das erklärte eine Sprecherin des Europäischen Büros für Sprachminderheiten. Um ihr Überleben kämpfen müßten besonders kleine regionale Sprachen wie das Saterfriesische im niedersächsischen Emsland oder das Sorbische in der sächsischen Lausitz. Für diese Sprachminderheiten gebe es kaum Möglichkeiten, an Gelder zu kommen. Denn nach den neuen Richtlinien bezuschußt die EU nur noch Projekte ab 50.000 Euro, wobei die Hälfte von den Antragstellern aufzubringen ist.