01.11.2005

Nachrichtenarchiv 02.11.2005 00:00 Greenpeace legt Einspruch gegen "Designerbaby"-Patent ein

Weil die Einspruchsfrist heute abläuft und die EU untätig geblieben ist, hat Greenpeace Einspruch gegen das sogenannte Designerbaby-Patent eingelegt. Eine US-Firma hatte im Februar beim Europäischen Patentamt ein Verfahren patentieren lassen, mit dem bei einer künstlichen Befruchtung das Geschlecht des Kindes festgelegt werden kann. Auch geht das selektierte und tiefgekühlte Sperma laut Patentschrift in den Besitz der Firma über. Das Designerbaby-Patent sei mit der Würde des Menschen unvereinbar, so Greenpeace. Die EU-Kommission solle die gesamte Praxis des Patentamtes überprüfen. Patente auf Leben müßten aus rechtlichen, wirtschaftlichen und ethischen Gründen verboten werden.