25.09.2005

Nachrichtenarchiv 26.09.2005 00:00 Donum Vitae fordert Pflichtberatung bei Pränataler Diagnostik

Der Verein Donum Vitae hat seine Forderung nach einer Pflichtberatung bei Pränataler Diagnostik bekräftigt. Es dürfe nicht sein, dass schwangere Frauen und ihre Partner mit einem auffälligen Befund alleine gelassen werden und in einer Schockreaktion übereilte Entscheidungen treffen, erklärte die Vorsitzende Rita Waschbüsch in Bonn. Eine Pflichtberatung sei die einzig verlässliche Möglichkeit, diese Paare zu erreichen. Waschbüsch nannte es einen Skandal, dass in Deutschland mit zunehmender Tendenz Schwangerschaften wegen einer erwarteten Behinderung oder Krankheit des Kindes abgebrochen würden. Noch immer sei das Arzthaftungsrecht so ausgestaltet, dass Mediziner im Zweifelsfall zur Abtreibung rieten, um nicht möglicherweise für ein behindertes oder krankes Kind haftbar gemacht zu werden. Häufig fänden diese Abtreibungen zu einem Zeitpunkt statt, an dem das Kind außerhalb des Mutterleibes bereits lebensfähig sein, so Waschbüsch. Dies sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.